Europäisches
Kolleg
Jena

Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen

Representing the 20th Century


Europäisches Kolleg Jena

Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen

Das Kolleg stellt die Leitfrage „Was bleibt vom 20. Jahrhundert?“ in doppelter Hinsicht ins Zentrum interdisziplinärer Forschung und praxisrelevanter Anwendung. Normativ geht es darum, welche Dimensionen historischer Erfahrungen des „extremen 20. Jahrhunderts“ wertbildend und handlungsrelevant im Geschichtsbewusstsein aufgehoben und tradiert werden sollen. In empirisch-analytischer Perspektive steht die zeitdiagnostische Untersuchung des konkreten Umgangs mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts im Vordergrund. Damit soll ein elementarer Beitrag zur Erschließung von Geschichtskulturen im 21. Jahrhundert und deren Wirkung auf das Geschichtsbewusstsein geleistet werden.

Verankert an sieben Lehrstühlen der FSU Jena und an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora forschen seit Februar 2015 Doktorand/innen aus zeitgeschichtlicher, kunstgeschichtlicher, literaturwissenschaftlicher und geschichts- bzw. politikdidaktischer Perspektive zu Repräsentationen des 20. Jahrhunderts.

Ein weiteres Ziel des Kollegs ist die Etablierung eines europaweiten Weiterbildungsstudiengangs für Museumsmitarbeiter/innen und Kurator/innen zeitgeschichtlicher Ausstellungen. In Zukunft kann ein Zertifikat mit hoher inhaltlicher Prägnanz erworben werden, das zu einer wissenschaftlichen und ästhetischen Reflexion über das Ausstellen von Zeitgeschichte befähigt.

Exhibiting Contemporary History

Weiterbildendes Studium

Das weiterbildende Studium „Exhibiting Contemporary History“ verbindet seit 2016 innovative zeithistorische und museologische Forschung sowie geschichtskulturelle Reflexion in einem gemeinsamen Programm und entwickelt praxisrelevante kuratorische Kategorien und Konzepte.

Ein kenntnisreicher kognitiver und ästhetischer Umgang mit historischer (Sach-)Überlieferung ist die Voraussetzung für museales Dokumentieren, Zeigen und Erklären. Daher fokussiert das Studium mit hoher inhaltlicher Prägnanz auf den Umgang mit Museumsdingen und visueller Überlieferung. Es führt in analytische Strukturen des Kuratierens ein und vermittelt so die Fähigkeit, ästhetische Repräsentationen und Sinnbildungen sowohl in ihrer Eigenlogik wie auch historisch erschließen und kundig präsentieren zu können.

Studierende und Lehrende sind während mehrerer Präsenzphasen Teilnehmer/innen eines Laboratoriums des Ausstellens, das seine Attraktivität auch aus einer einzigartigen Arbeitsatmosphäre und der europaweiten Vernetzung von Museumspraktiker/innen und -theoretiker/innen gewinnt. Der Abschluss des Studiums mit einem Zertifikat weist die Fähigkeit innovativen und zeithistorischen Kuratierens europaweit nach. Damit bietet er Mitarbeiter/innen und Kurator/innen zeithistorischer Museen und Gedenkstätten aus ganz Europa eine neuartige und einmalige Weiterbildungsmöglichkeit.

Förderung

Das Europäische Kolleg Jena wird in den Jahren 2015 bis 2019 vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft im Rahmen der ProExzellenz-Initiative gefördert.


Workshop in Berlin

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Konferenzbeitrag

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